Drei Komponist*innen, drei Klangsprachen – und ein gemeinsamer Drang nach Erneuerung: Dieses Programm vereint Werke von Maurice Ravel, Dmitri Schostakowitsch und Germaine Tailleferre, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf je eigene Weise das musikalische Vokabular erweiterten – virtuos, poetisch, kompromisslos.
Maurice Ravels Klaviertrio (1914), voll raffinierter Farben und rhythmischer Innovation, lotet bereits die Grenzen impressionistischer Klangwelt aus – kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs komponiert, ist es auch ein stiller Abschied von einer alten Welt. Dmitri Schostakowitschs erstes Klaviertrio (1923) dagegen ist das Werk eines jugendlichen Genies – voller Expressivität, Schärfe und überraschender harmonischer Wendungen, ein erstes Aufbegehren gegen Konventionen.
Mit Germaine Tailleferres Trio für Violine, Cello und Klavier (1917/1921) erklingt schließlich ein Juwel der französischen Moderne: glasklar, witzig, formal präzise – und doch voller eigenständigem Charakter. Als einzige Frau der Komponistengruppe Les Six brachte sie eine Stimme in die Musik des 20. Jahrhunderts, die Eleganz und Kühnheit mühelos verbindet.
Ein Konzert, das den Puls der Moderne hörbar macht – jenseits von nationalen Schulen, mit Neugier, Charme und künstlerischer Radikalität.
Eintritt frei!
Maurice Ravel: Trio pour Piano, Violon et Violoncelle, 1914
Dmitri Shostakovich: Trio für Violine, Violoncello und Klavier Nr. 1 op. 8, 1923
Germaine Tailleferre: Trio, 1917